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Speichermedien einlesen

Kopierstationen und CD/DVD/BD Roboter sind wichtige Hilfsmittel zum Einlesen (Rippen) von Speichermedien. Die Zuordnung der Daten erfolgt automatisiert, bei Bedarf können diese auch konvertiert und abgeglichen werden.

Das Einlesen (Rippen) der Daten von einem Speichermedium wird mit Hilfe einer Kopierstation (SSD, CF, Cfast, USB) oder eines Robotersystems  (CD, DVD, Blu-Ray) automatisiert. Das Software-Framework OpenRC bietet die entsprechende Funktionalitäten und lässt sich über Schnittstellen nahtlos in jeden Workflow integrieren. Jede Gesamtlösung, bestehend aus Hard- und Software, wird an die Anforderungen der Kunden angepasst und entsprechend skaliert. Erweiterungen sind auch nachträglich einfach möglich.

Zum Einlesen von optischen Datenträgern (v.a. CD, DVD, DVD-DL, Blu-Ray oder Blu-Ray DL) setzen wir herkömmliche CD-/DVD-Roboter ein. Da speziell älteren Datenträger oft verklebt sind oder sich schlecht durch das Robotersystem greifen lassen, ist eine wirksame Vereinzelung durch das Picksystem erforderlich.

Die eingelesenen Daten werden in einer Datenbank abgelegt. Bei Bedarf können die Daten konvertiert, einem Tagging-Vorgang unterzogen oder mit einem bestehenden Datenbestand abgeglichen werden.

Datenkonvertierung

Um das Datenaufkommen eines digitalen Archivs zu reduzieren, kann eine Formatwandlung der Daten sinnvoll sein. Für die Langzeitarchivierung ist eine Konvertierung der Daten in Standardformate ebenfalls von Vorteil.

Zur Datenkonvertierung ziehen wir Linux-Bibliotheken und Kommandozeilentools heran. Dies ermöglicht einerseits die Einbindung vieler derzeit verbreiteter Formate. Andererseits ist das System durch neue Formate bzw. bessere Encodierungsalgorithmen jeder Zeit erweiterbar.

Tagging

Beim Einlesen eines Speichermediums können Metadaten erfasst bzw. aus den entsprechenden Datenbanken im Internet abgerufen werden. Wir unterscheiden hierbei zwischen den zwei Verfahren Pre-Tag und Post-Tag.

  • Pre-Tag Verfahren: Bei jedem Speichermedium wird vor dem eigentlichen Einlesevorgang die ID ermittelt (z.B. durch Einlegen einer DVD in einen PC). Zu dieser ID werden die gewünschten Tagging-Information gespeichert. Anschließend erfolgt der Einlesevorgang durch die Kopierstation bzw. die Robotik. Automatisiert werden die eingelesenen Inhalte (Daten, Audio, Video etc.) der entsprechenden ID in der Datenbank zugeordnet und mit den zuvor gespeicherten Metadaten versehen.
  • Post-Tag Verfahren: Beim Post-Tag Verfahren werden die Speichermedien mit Hilfe des Kopiersystems bzw. der Robotik eingelesen und die Daten mit der entsprechenden ID in eine Datenbank gespeichert. Im Nachhinein können die eingelesenen Inhalte (Daten, Audio, Video etc.) durch eine Vorschau oder dem Nachschlagen der IDs im Internet (bei Audio-CDs) mit zusätzlichen Metadaten versehen werden. Ist die Robotik mit einer Kamera ausgestattet, können die Inhalte mit Hilfe des aufgenommenen Fotos zugeordnet werden.

Datenabgleich

Um schnell feststellen zu können, welche Daten sich auf einem Medium befinden, ist ein Abgleich mit bestehenden Datenbanken erforderlich. So lässt sich zum Beispiel mittels Hashsummen, die zu jedem File auf dem eingelesenen Speichermedium errechnet werden, schnell feststellen, um welche Daten es sich handelt.

Der Abgleich von eingelesenen Daten mit dahinterliegenden Hashsummendatenbanken ist vor allem in der Ermittlung von kriminellen Inhalten wesentlich. Durch die Hashsummen können illegale Inhalte automatisiert erkannt werden.